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Ein weiteres Mal führt mein Lieblingsnetzwerk die sogenannte “Blogwichtel-Aktion” durch, bei der wir uns gegenseitig mit Blog-Beiträgen beschenken. So habe ich in diesem Jahr einen Beitrag für Susanne Gurschler erstellt und im Gegenzug einen von der Potenzialdetektivin Heide Liebmann bekommen. Herzlichen Dank und viel Spaß beim Lesen!

 Feuer und Flamme

Feuer und Flamme statt Burn-out

Bei der „Brandstifterin“ gastzubloggen, verleitet natürlich geradezu zu einer zündenden Rhetorik. Erst kürzlich habe ich auf meinem Blog darüber geschrieben, wofür ich wirklich, wirklich brenne. Durch einen Kommentar unter diesem Beitrag wurde mir bewusst(er), dass diese Metapher auch negative Assoziationen hervorrufen kann: vom Ausbrennen nämlich, dem Burn-out. Die Frage ist also vielleicht, woran ich festmachen kann, dass mein Engagement noch gesund ist, und wo ich anfange, meine Reserven zu verbrennen.

Vier Lebensbereiche checken

Eine entscheidende Bedingung dafür, dass es nicht zum Burn-out kommt, ist die geschulte Wahrnehmung dafür, alle vier Lebensbereiche in der Balance zu halten. Denn wenn ich einen Aspekt ständig überbetone und alle Energie darauf verwende, kommen notwendigerweise andere Bereiche meines Lebens zu kurz. Und oft sind gerade sie es, die für einen gesunden Ausgleich sorgen. Folgende Lebensbereiche können Sie sich einmal genauer anschauen:

• Beruf & Karriere
• Freundschaft & Familie
• Gesundheit und Körper
• Sinn & Spiritualität

Meist laufen die Menschen ja im Bereich Beruf/Karriere in die Burn-out-Falle. Die Anforderungen, ob von außen an uns herangetragen oder aus eigenem Antrieb gebildet, sind hoch. Um erste Alarmzeichen zu erkennen, beantworten Sie doch für sich einmal folgende Fragen:

1.Wie lange arbeiten Sie täglich/pro Woche?
2. Was tun Sie am Wochenende und im Urlaub?
3. Wie reagieren Sie, wenn Ihr Kalender eigentlich voll ist und Ihr Vorgesetzter oder Ihr Kunde Ihnen noch eine weitere Aufgabe übertragen will?

Vorsicht ist geboten, wenn Ihre wöchentliche Arbeitszeit über einen längeren Zeitraum hinweg mehr als 60 Stunden beträgt und es Ihnen nicht mehr gelingt, am Wochenende abzuschalten. Wenn Sie darüber hinaus auch in Ihrem Urlaub ständig E-Mails checken, ausschließlich Fachzeitschriften lesen und an Telefonkonferenzen teilnehmen, sind Sie wahrscheinlich schon dabei zu überdrehen. Kommt dann noch hinzu, dass Sie sich nicht erlauben, Anfragen auch mal abzulehnen, weil Sie vielleicht befürchten, dass man Sie für unfähig, undiszipliniert oder führungsschwach hält – dann sind Sie auf dem besten Weg in die totale Überforderung. Abgrenzung zu lernen und die eigenen Grenzen zu achten, kann man lernen. Der totale Burn-out wird sonst nicht mehr lange auf sich warten lassen, selbst wenn Ihnen Ihre Arbeit „eigentlich“ Spaß macht.

Schauen Sie sich in diesem Fall den Bereich Freundschaft & Familie an:

1. Wie viel Zeit pro Woche verbringen Sie mit Freunden und Ihrer Familie? Wie zeigen Sie, dass Sie auch mental anwesend sind und lassen sich auf die Themen der anderen ein?
2. Wie oft sind Sie selbst aktiv und bemühen sich darum, Ihre Freundinnen zu sehen? Oder sagen Sie Verabredungen meist ab, weil Sie „so viel zu tun“ haben? Vielleicht fällt Ihnen ja auch jetzt gerade auf, dass man Sie eigentlich schon lange gar nicht mehr angesprochen hat …

Auch der Bereich Gesundheit & Körper lässt Rückschlüsse darauf zu, ob Sie sich auf einen Burn-out zubewegen:

1. Wie viel Zeit pro Woche haben Sie für Sport und Bewegung eingeplant? Wie oft haben Sie in letzter Zeit Ihr Sportprogramm ausfallen lassen, weil ein anderer wichtiger Termin dazwischen kam?
2. Welche Aktivitäten helfen Ihnen dabei zu entspannen? Wann haben Sie diese Aktivität zum letzten Mal ausgeübt?
3. Oder betreiben Sie auch Ihr Sportprogramm unter dem Leistungsaspekt: höher, schneller, weiter? Dann könnte es sein, dass Sie in diesem Bereich noch zusätzlichen Druck aufbauen statt die Bewegung zum Abschalten und zur Entspannung zu nutzen.

Zuletzt lohnt ein Blick auf den Bereich „Sinn“, also auf das Warum, die Frage, wieso wir tun, was wir tun. Denn wir können in der Tat sehr viel leisten, eben „Feuer und Flamme“ sein für Dinge, die große Bedeutung für uns haben. Dann setzen wir sehr viel Energie frei, ohne befürchten zu müssen, uns zu verausgaben. Wenn wir Dinge tun, die zu unserer Selbstverwirklichung beitragen und darüber hinaus auch dem Wohl des großen Ganzen dienen, dann beflügelt uns das und schenkt uns Kraft und Motivation, statt uns Energie zu rauben. Damit kommt dann oft auch ein spiritueller Aspekt hinzu, weil wir nicht mehr nur narzisstisch nach größtmöglicher Selbstverwirklichung streben, sondern auch Wirkung erzielen wollen über unser eigenes Leben hinaus.

1. Wozu tun Sie die Dinge, die momentan den größten Teil Ihrer Lebenszeit beanspruchen? Inwieweit tragen sie tatsächlich dazu bei, dass Sie Ihrem Potenzial folgen und die Welt zu einem besseren Ort machen?
2. Welche Ausreden finden Sie, um diese Frage nicht beantworten zu müssen?
3. Was könnte sich in Ihrem Leben ändern, wenn Sie doch anfangen, darüber nachzudenken?

Manchmal ist es schmerzhaft zu erkennen, dass man sehr viel Lebenszeit in Tätigkeiten gesteckt hat, die weder einem selbst noch dem Umfeld wirklich gut getan haben. Aber gerade solche Krisen bergen die Möglichkeit, sich nun endlich aufzumachen und herauszufinden, wofür man wirklich Feuer und Flamme sein kann. Wer dieses jedem Menschen innewohnende und höchst individuelle Potenzial entdeckt, muss sich vor dem Burn-out nicht mehr fürchten und folgt von nun an seinem eigenen Stern.

… sind hier zu finden. Wie in jedem Jahr habe ich an der Blogwichtelaktion des tollsten Netzwerkes von allen (Texttreff.de) teilgenommen – und habe nun die große Freude, meine Favoriten im Blog von Susanne Gurschler vorstellen zu dürfen. Viel Spaß beim Lesen!

Stylus 3/2014 Cover

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