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Generation Z

Dies ist ein Gastbeitrag der Recruiting-Agentur „Junges Herz“, die sich schwerpunktmäßig mit den Themen Ausbildungsmarketing und Schulmarketing beschäftigt. Welche anderen erfolgreichen Kampagnen für die Ansprache von Generation Z kennen Sie?

Generation Y war gestern. Heute ist Generation Z. Und sie ist wütend, mutig, laut und unendlich motiviert. Doch was zeichnet die ab 1999 Geborenen aus und welche Hürden gibt es bei der Ansprache? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Was zeichnet Generation Z aus?

Stellen Sie sich einen durchschnittlichen jungen Mann vor: 16 Jahre alt, relativ ordentlich und dennoch modern gekleidet, große Kopfhörer und eine leicht gebeugte Haltung. Auf der Liste seiner Hobbys stehen ganz oben: Fernsehen, DVD, Streaming. Mit seinen Freunden verständigt er sich via Smartphone und soziale Netzwerke. Neu ist hier: Die Definition von Freundschaften hat sich stark verändert. Viele junge Menschen haben Freundschaften im ganzen Bundesgebiet – dank Online-Games und sozialer Netzwerke. Dies verändert natürlich auch maßgeblich die Erfahrungswerte dieser Generation: Das eigentliche Leben findet immer mehr im Netz statt. Es besteht nicht mehr der Zwang, sich nur im lokalen Freundeskreis auszutauschen, auch Eindrücke aus ganz anderen Regionen, Bildungsschichten und auch Altersgruppen kommen hinzu. Generation Z ist digital: Sie lebt digital, sie konsumiert digital und sie liebt digital. Dieser Wandel muss verstanden und als solcher wertfrei akzeptiert werden – auch und gerade von Arbeitgebern. Das Ausbildungsmarketing großer Unternehmen beschäftigt sich schon seit einiger Zeit mit diesem Wandel.

Wie erreicht man Generation Z?

Einfach nur „Online!“ zu schreien ist zu einfach. Generation Z lässt sich nicht mehr mit klassischer Banner-Werbung oder animierten Logos für das neuste Computerspiel ansprechen. Content-Marketing ist gefragt. Und zwar auf sehr hohem Niveau und in den richtigen Medien. Eine gute Kampagne bindet soziale Netzwerke, Schulalltag und mobile Endgeräte gleichermaßen mit ein. Ein gutes Beispiel dafür ist das Recruiting-Engagement eines großen Automobilkonzerns, der seit Jahren sinkende Bewerberzahlen – vor allem für die Ausbildung zum Mechatroniker – zu verzeichnen hatte. Die Erst-Analyse zeigte: Besonders junge Menschen aus ländlichen Regionen haben ein großes Interesse an diesem Beruf. Zusätzlich steigt die Affinität um mehr als 50 Prozent, wenn ein eigener Elternteil (mit über 98 Prozent der Vater) diesen oder einen vergleichbaren Beruf ausgeübt hat.

Geplant wurden also Vater-Kind-Events an verschiedenen ländlichen Orten. Neben einem vielfältigen Rahmenprogramm war das virtuelle Konfigurieren eines eigenen Autos (aus der Fahrzeugpalette des Auftraggebers) das Highlight der Veranstaltungen. Väter und Kinder gestalteten gemeinsam ihre Fahrzeuge, dabei wurden ganz nebenbei die Vorzüge verschiedener Bauteile diskutiert. Im Anschluss traten die verschiedenen Teams in virtuellen Rennen gegeneinander an, die dabei entstehenden Videos konnten in sozialen Netzwerken geteilt werden. Die Events waren so erfolgreich, dass die Bewerberzahl im darauffolgenden Jahr deutlich anstieg und der Autohersteller sämtliche offenen Stellen erfolgreich besetzen konnte.

… sind hier zu finden. Wie in jedem Jahr habe ich an der Blogwichtelaktion des tollsten Netzwerkes von allen (Texttreff.de) teilgenommen – und habe nun die große Freude, meine Favoriten im Blog von Susanne Gurschler vorstellen zu dürfen. Viel Spaß beim Lesen!

Stylus 3/2014 Cover

Sie interessieren sich für Architektur, Interieur, Design und Fotografie? Dann geht es Ihnen wie mir – und wir haben beide einen Grund zur Freude: Ich, weil ich für “Stylus” schreiben darf, und Sie, weil Sie dieses tolle Magazin bei mir kostenlos bekommen. E-Mail genügt. ;-)

Jeder, der sich mit Kommunikation und Marketing beschäftigt, weiß:

• Negative Erfahrungen werden von Kunden x-mal häufiger weitererzählt als positive.
• Es gibt kaum eine bessere Chance zur Kundenbindung als eine Reklamation.

PR-Agenturen, Marketingabteilungen und Social-Media-Strategen stecken viel Zeit und Energie in die Nutzung dieses Potenzials – der Copyshop meines Vertrauens macht das hingegen so:

Copystore

Immer wieder landen naive, abstruse oder unverschämte Anfragen in meinem Postfach – manchmal mache ich mir die Mühe, sie zu beantworten. In diesem Fall konnte ich nicht anders, als mein Amüsement in Worte zu fassen.


Die Anfrage:

Sehr geehrte Frau Wolff,

wir, die XY Werbeagentur GmbH, suchen aktuell freiberufliche Werbetexter, die uns langfristig bei der alltäglichen Arbeit unterstützen. Um einschätzen zu können, ob eine gemeinsame Kooperation zukünftig Sinn macht, möchte ich Sie bitten, uns einen kurzen knackigen Text zu folgendem Thema zu verfassen:

Wir haben für unseren Kunden YZ ein Corporate Design entwickelt. Ein Puzzlestück in der Kommunikation bietet hier die Website (siehe PDF Dokument im Anhang). Die Unterseiten werden durch kurze Texte, in grauer Schrift, eingeleitet (ca. 250 Zeichen bzw. 35-40 Wörter). Ich möchte Sie bitten, einen Einleitungssatz für den Bereich “Aktuelle Meldungen” zu verfassen.

Bitte legen Sie hier den Fokus auf die Eckpfeiler des Kommunikationskonzepts (“Reden statt Handeln”, “Suchen statt Finden”, etc.). Die Tonalität soll eine kitzelnde, provokante und für den grauen ABC-Markt belebende Stimmung aufgreifen.

Auf diese Weise können wir feststellen, ob Ihr Schreibstil mit unseren Vorstellungen harmoniert. Sehen Sie Ihren Vertrauensvorschuss nicht als reine “pro bono Leistung”, vielmehr haben Sie die Möglichkeit uns Ihr Können zu zeigen, um eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen.

Ich bitte um möglichst schnelle Antwort. Bei Fragen stehen wir Ihnen telefonisch gerne zur Verfügung (Mo-Fr 9-17 Uhr).

Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen von der DEFG-Allee


Meine Antwort:

Sehr geehrte Frau XYZ,

ich, eine freiberuflich arbeitende PR-Beraterin, suche aktuell eine Werbeagentur, die mich und meine Kunden langfristig bei der alltäglichen Arbeit unterstützt. Um einschätzen zu können, ob eine Kooperation sinnvoll ist, bitte ich Sie, mir einen optisch und funktional ansprechenden Entwurf für die responsive Gestaltung meiner Website zu erstellen.

Die mit Typo3 umgesetzte Seite www.constanzewolff.de wurde 2011 eingeführt und erfüllt meine Anforderungen nach wie vor ganz und gar. Tüpfelchen auf dem i wäre ein responsives Design für mobile Endgeräte, das laut Ihrer Website zu Ihren Kernkompetenzen gehört. Bitte beachten Sie bei der Gestaltung dieses i-Tüpfelchens die Corporate-Design-Vorgaben (siehe PDF-Dokument im Anhang).

Auf diese Weise kann ich feststellen, ob Ihre Arbeitsweise und Ihr Stil mit meinen Vorstellungen harmonieren. Sehen Sie Ihren Vertrauensvorschuss nicht als reine Pro-Bono-Leistung, sondern nutzen Sie die Möglichkeit, mir Ihr Können zu zeigen, um eine langfristige Zusammenarbeit zu etablieren.

Ich bitte um eine möglichst schnelle Antwort. Oder eine Einladung zum Kaffee, bei der wir die Möglichkeiten einer Kooperation auf Augenhöhe und ohne kostenlose Vorableistungen in Ruhe erörtern. ;-)

Mit freundlichen Grüßen von der Blumenstraße
Constanze Wolff

Wie Werbung entsteht

9. September 2014

Es ist spät. Sehr spät. Alle Agenturkollegen sind bereits im Feierabend, nur ein letzter Kreativer sitzt in seinem Büro und schwitzt. Morgen muss er seine Chefin, den Kunden, DIE GANZE WELT! mit einer bahnbrechenden Idee für einen Werbespot begeistern. Doch die Muse lässt auf sich warten, seit Wochen schon.

Noch ein Kaffee. Oder doch ein Glas Rotwein? Alle Bleistifte spitzen. Viele kleine Kreise um den Schreibtisch drehen. Kreativtechniken en masse. Dartpfeile werfen. Facebook. Meditation. Ein Telefonat mit der Freundin. Musik hören und tanzen. Und dann: erschöpft in einen Sessel sinken, während der Blick auf den Saugroboter fällt, der bereits vor Monaten die Putzkolonne ersetzt hat.

So oder ähnlich muss es gewesen sein.

Die andere Seite

24. April 2014

Mit großer Begeisterung nimmt die Netz- (also: Nerd-) Welt aktuell den folgenden Spot auf, mit dem mobbende Kids für das Leid ihrer Opfer (und vor allem: dessen Folgen!) sensibilisiert werden sollen:

Ich sah ihn einmal. Ich sah in zweimal. Ich sah ihn dreimal. Und fragte mich jedes Mal, wieso er trotz guter Idee und ebensolcher Machart ein derart flaues Gefühl bei mir hinterließ. Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen:

Dieser Spot ist unvollständig und zeigt nur die Hälfte der Wahrheit. Wer den Auslöser für sadistisches Verhalten von Vorgesetzten in deren (Opfer-) Biografie sucht, kann den Blick nicht von der Biografie der Täter wenden. Der Logik des Spots folgend, waren auch diese einmal Opfer. (Nicht logisch ist m.E. aber die Schlussfolgerung, dass aus Opfern Täter werden müssen.)

Ich bin ein Blogwichtel! Als Mitglied des großartigen Netzwerkes Texttreff hatte ich in diesem Jahr die Ehre, einen Gastbeitrag für den “Kleinen Horrorgarten” zu schreiben. Wer Lust auf einen Spaziergang durch Münsters Guerilla-Gardening-Szene hat, ist hier an der richtigen Stelle.

Neues Jahr, neues Buch. Nach der ersten Auflage von “Xing für Dummies” im Jahr 2012 und “Social Media für Gründer und Selbstständige” in 2013 beginnt mein Jahr 2014 mit der Neuauflage von “Xing für Dummies”. Ab sofort lieferbar!

Xing für Dummies

Nicht neu, aber immer wieder aufrüttelnd: “Turning a human being into a thing is almost always the first step towards justifying violence against their person.”

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