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Vertrauensfrage. Mein Beitrag zur #Aufschrei-Debatte auf Twitter.

27. Januar 2013

Wenn sie keinen Selbstverteidigungskurs besucht hat und er größer als 1,50 Meter ist, ist nahezu jeder Mann einer Frau körperlich überlegen. Diese schlichte Tatsache macht den 1:1-Kontakt zwischen Menschen unterschiedlichen Geschlechts zu einer Vertrauensfrage. Natürlich kann frau sich wehren, widersprechen, eingreifen – letzten Endes unternimmt sie dabei aber jedes Mal eine Gratwanderung, bei der sie ihre körperliche und seelische Unversehrtheit aufs Spiel setzt. Mit sexistischen Sprüchen oder Übergriffen konfrontiert, bleiben einer Frau oft nur Sekundenbruchteile für eine Reaktion – kommt zur körperlichen Überlegenheit des Mannes auch noch ein Machtgefälle hinzu, entscheiden viele Frauen sich in diesen Sekundenbruchteilen für den schweigenden Rückzug.

Sind sie deswegen “Lämmer“? Ist das ursprüngliche Geschehen deshalb weniger verachtenswert? Muss eine Frau erst klagen, schreien oder um sich treten, bevor das Verhalten eines Mannes als inakzeptabel gebrandmarkt wird? Wird ein Täter erst durch das Verhalten des Opfers zu einem solchen gemacht?

Trotz zahlloser sexistischer Erlebnisse habe ich das Vertrauen in die Männer nicht verloren: Ich glaube fest daran, dass sie sehr deutlich mitkriegen, wenn eine Frau etwas nicht möchte. Nein, sie müssen keine Gedanken lesen können. Aber es bedarf m.E. auch keines festen Tritts in ihre empfindlichsten Teile, damit sie mitbekommen, dass sie gerade eine Grenze überschreiten.Wikipedia sagt: “Ein Flirt ist eine erotisch konnotierte Annäherung zwischen Personen.” Der Plural impliziert: Hier sind mindestens zwei Menschen beteiligt. Geht das Gegenüber nicht auf einen solchen Annäherungsversuch ein, heißt das “Nein”. Erwidert es meine Berührungen nicht, heißt das “Nein”. Und sagt es “Nein”, heißt das “Nein”. Das ist weder hysterisch, noch zickig, noch missverständlich.

Was also ist los mit euch Männern da draußen, die ihr das aktuelle Geschehen auf Twitter dermaßen abqualifizieren müsst? Eigentlich ist es doch ganz einfach: Diejenigen unter euch, die ein “Nein” schon immer verstanden und respektiert haben, können sich entspannt zurücklehnen (oder über das Verhalten ihrer Geschlechtsgenossen erschrecken oder in einen Dialog mit ihren Partnerinnen/Schwestern/Müttern/Freundinnen zu deren Erfahrungen eintreten). Und ihr anderen, die ihr in irgendwelchen seltsamen Stammtischgesprächen, Büchern oder Filmen gelernt habt, dass ein “Nein” nur ein bisschen kokette Ziererei ist, habt jetzt die Möglichkeit, etwas dazuzulernen. “LISTEN” und “SILENT” bestehen nicht zufällig aus denselben Buchstaben.

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