Von Unworten und Untoten
“Mit der sachlich unangemessenen, folkloristisch-stereotypen Etikettierung einer rechts-terroristischen Mordserie werden ganze Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt und die Opfer selbst in höchstem Maße diskriminiert, indem sie aufgrund ihrer Herkunft auf ein Imbissgericht reduziert werden.” So begründet die Jury der Sprachkritischen Aktion UNWORT DES JAHRES ihre diesjährige Entscheidung für den Begriff “Döner-Morde”. Ganz abgesehen davon, dass diese Begründung selbst ein sprachliches Unding ist, setzt meine Kritik auf der schlicht grammatikalischen Ebene an: Ist der Döner hier Täter oder Opfer?
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